Mühlenverband Rheinland
Willkommen beim Rheinischen Mühlenverband e. V.

Infoartikel

 

  Zum jahresende 2017


Liebe Mühlenfreunde,
sehr geehrte Damen und Herren,

 im Namen des gesamten Vorstandes des Rheinischen Mühlenverbandes e.V. wünschen wir Ihnen, Ihren Familien und Freunden eine besinnliche Adventszeit, ein gesegnetes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch in neue Jahr 2018!

Für die Treue und Unterstützung und das uns entgegen gebrachte Vertrauen im zu Ende gehenden Jahr bedanken wir uns ausdrücklich bei Ihnen. Lassen wir den gegenseitigen Respekt, die Achtung vor einander und den ehrenamtlichen Einsatz auch im neuen Jahr Grundlage und Richtlinie für die gemeinsame Arbeit zum Wohle unserer Mühlen und Mühlenfreunde sein.

Die Aufgaben und Ziele unseres Verbandes können wir nur gemeinsam bewältigen und erreichen. Pflege und Erhaltung der Mühlenlandschaft und die Weitergabe der kulturhistorischen Bedeutung der Mühlen für die Gesellschaft sind unser aller Unterstützung wert.

Auch die Wertevermittlung über unsere Mühlen an die jüngere Generation ist eine wichtige Aufgabe. Begrüßenswert wäre es insbesondere, wenn wir junge Menschen für unsere Themen gewinnen ja vielleicht sogar insoweit begeistern könnten, sie zur aktiven Mitarbeit im Verband oder sogar im Vorstand zu motivieren.

Dies wäre auch eine gute und zukunftsorientierte Grundlage für eine kontinuierliche Erhaltung und Weiterentwicklung unseres Verbandes um den Anforderungen in einer immer digitaler und hektischer werdenden Gesellschaft gerecht zu werden.

In diesem Sinne wünschen wir Ihnen allen, dass Ihre Wünsche und Ziele für das kommende Jahr in Erfüllung gehen mögen. Vor allen Dingen gute Gesundheit.

Es grüßen Sie ganz herzlich aus dem Rathaus der Mühlenstadt Wegberg mit unserem traditionellen Müllergruß „Glück zu“

Wegberg, im Dezember 2017

Reinhold Pillich                                                                                           Lothar Esser  
Vorsitzender Geschäftsführer                                                                    Geschäftsführer

 

Freudenschere für Weltkulturerbe

Wie vielen Mühlenfreunden bekannt ist, kann der Windmüller mit der Stellung der Flügel bei Stillstand bestimmte weithin sichtbare Zeichen an seine Kunden und Nachbarn signalisieren. So werden Arbeitspausen, Reparaturen, freudige Ereignisse und Trauerfälle mitgeteilt, die auch trotz lokaler Besonderheiten der Zeichensprache doch weitgehend allgemein verständlich sind bzw. früher waren. Seit dem 8.12.2017  steht nun das Flügelkreuz der Eltener Mühle in Freudenschere, das heißt, der untere Flügel steht links am Mühlenfuß (eingehend), im Trauerfall stünde er rechts (ausgehend).
Aber was ist der Grund für die Freude in Elten? Nun, die Eltener Mühle ist geographisch, historisch und personell sehr eng mit den Niederlanden verbunden und daher auf schnellstem Weg informiert über die Ereignisse in Südkorea am 07.12.2017. Wie auch auf dieser Seite (weiter unten   2015  Mühlenhandwerk Niederlande UNESCO-Antrag) berichtet wurde, hat im Jahr 2016 Frau Bussemaker, Ministerin für Bildung, Kultur und Wissenschaft der Niederlande, mit Hilfe der niederländischen Mühlenvereinigungen die Anerkennung des Müllerhandwerks als immaterielles Kulturgut bei der UNESCO beantragt. Dem Antrag beigefügt war ein Kurzfilm  (►  Link)  mit zahlreichen Portraits von Mühlen und Müllern. Auf der 12. Tagung des Zwischenstaatlichen Komitees für die Erhaltung des Immateriellen Kulturerbes in Jeju, Südkorea wurde nun das Handwerk der Müller auf Wind- und Wassermühlen in die UNESCO-Liste aufgenommen. Wenn das kein Grund zur Freude ist! Auf jeden Fall bei den Vrijwillige Molenaars (►  Link), deren Wimpel auch hoch an der Eltener Mühle vor grauem Winterhimmel strahlt.
Den Mühlenfreunden in den Niederlanden gebührt Dank und Anerkennung und unsere herzliche Gratulation zum Erfolg.



Foto: Frank Heeren, Elten


Foto: Frank Heeren, Elten

 

  Mühlenkalender 2018

Unser Verbandsmitglied Michael Jäger ist Hobby-Fotograf und erstellt u.a. professionelle Wandkalender. Darunter befindet sich auch eine Ausgabe mit den schönsten Windmühlen am Niederrhein sowie ein Kalender mit Wassermühlen im Schwalmtal. Weitere Details sind unter der Webseite ► www.mitifoto.de zu erfahren. Die Kalender sind in verschiedenen Formaten lieferbar und werden auf Bestellung gedruckt mit aktuellem Kalendarium. Der Bezug erfolgt über die Firma Calvendo Verlag (►  Link) oder über den Buchhandel.










Foto © Michael Jäger










Foto © Michael Jäger

   

  Rheinlandtaler für Josef Jörissen

Der Landschaftsverband Rheinland (LVR) vergibt seit 1976 als Anerkennung für besondere Verdienste um die rheinische Kultur den Rheinlandtaler. Dazu zählt unter anderem ein ehrenamtliches bedeutsames Engagement im Bereich der Denkmal- und Bodendenkmalpflege, der Archiv-, Mundart-, Museums-, Heimat- und Landespflege. Am 04.07.2017 wurde im Rathaus Bedburg-Hau in öffentlicher Feierstunde der Rheinlandtaler an Josef Jörissen verliehen, der Vorstandsmitglied des Rheinischen Mühlenverbands e. V. ist. Mit der Auszeichnung würdigt der LVR vor allem seine Vorstandsarbeit im „Kreisverband Kleve für Heimatpflege e. V.“ und sein vielseitiges Engagement für z.B. die Aktion „Offene Gartenpforte“, besondere Baumpflanzaktionen und die ständige Teilnahme seines ehemaligen Wohnortes Louisendorf am Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“.

In ihrer Laudatio hob Frau Karin Schmitt-Promny, stellvetretende Vorsitzende der Landschaftsversammlung Rheinland, auch besonders Jörissens Bemühungen um die Erinnerung an den Pfälzer Dialekt in der Sprachinsel am Niederrhein zwischen Kleve, Kalkar und Goch hervor sowie die Förderung des Archives des Louisendorfer Chronisten Jakob Imig. Die vielseitigen Tätigkeiten Josef Jörissens, der auch eine fast 300-seitige Chronik für den „Kreisverband Kleve für Heimatpflege e. V.“ verfasst hat (s. die Seite Der Verband/Geschichte’ ) ließen die Laudatorin nach treffenden Bezeichnungen für ihn suchen, wie ‛Universalschützer’, ‛All-Kulturpfleger’ oder ‛Sich-um-alles-Kümmerer’. Besonders als Letzterer ist er auch im Rheinischen Mühlenverband seit seiner Gründung 1993 als langjähriger Geschäftsführer bekannt, weshalb wir uns den Glückwünschen herzlich anschließen.



(Foto: Theo Nilgen)

 

 

 

  

  Engagierter zukünftiger Jungmüller sucht Unterstützung

Herr A. Dähne wohnt in der Nähe von Karlsruhe und nimmt an einem Wochenend-Seminar zur Ausbildung zum freiwilligen Müller bei der VHS in Diepholz teil  ( Link)  , wo noch ein oder zwei Plätze frei sind. Der Kursus hat gerade begonnen, der 2. Termin ist am 23.09.17. Herr Dähne sucht einen Mitstreiter, der mit ihm in einer Fahrgemeinschaft zumindest einen Teil der langen Anfahrt und Kosten teilt. Kann ihm jemand helfen?

Seine Adressdaten sind über das Kontaktfeld dieser Webseite zu erfahren.


  Erhalten, was zu erhalten ist, . . .

Auf der Jahrestagung des Rheinischen Mühlenverbandes am 04.03.2017 in Hamminkeln-Dingden hat Herr Rechtsanwalt Dipl.-Ing. Axel Meyer einen Fachvortrag gehalten zu bauphysikalischen Problemen und Erhaltungsmaßnahmen an steinernen Windmühlen. Herr Meyer hat die Thesen seines Vortrages in nachfolgendem Aufsatz zusammengefasst und zur Veröffentlichung zur Verfügung gestellt.

Rechtsanwalt Dipl.-Ing. AXEL MEYER
Erhalten, was zu erhalten ist,
Ändern was geändert werden muss
Realistisch hoffen, was wir romantisch vorfinden

Die Mühle beflügelt unsere Sinne, oft als Wahrzeichen, als mächtiges Bauwerk, das alle dörflichen Häuser der Höhe nach überflügelt, uns erleben lässt, dass Energie durch rauschendes Drehen großer Flügel geschmeidig erzeugt wird.

Was wir technisch vorfinden:
Ein konisch geformtes Bauwerk, das durch seine Massivität und eigenwillige zylindrische Form sich von allen anderen umgebenden Bauwerken absetzt.

Daraus erwachsen bauliche Probleme

Je größer die Außenhautfläche ist, desto mehr ist sie der Witterung ausgesetzt. Schlagregen, Schnee und Wind greifen die bauliche Substanz, Holz oder Stein an.

Holz kann diesen Naturkräften besser widerstehen, da die Struktur des Holzes offenporig und daher Wasseraufnahme und -abgabe bereit ist und eine gewisse Elastizität aufweist.
Der künstlich hergestellte Klinker besteht aus hart gebranntem Lehm/ Ton/ Tonsandgemischen, die seinerzeit massenmäßig nur grob aufeinander abgestimmt wurden, sodass äußere wie auch innere Hohlräume entstehen und bis heute vorhanden sind.
Die Klinker besitzen eine harte kaum wasseraufnehmende Außenhaut, dennoch entstehen beim Trocknungs- und Brennvorgang des Steines kleine Haarrisse, die Wasser sehr wohl in das Innere des Steines transportieren können und sich in den Hohlräumen sammeln.
Im Sommer ist dies für die Klinker unproblematisch, da das so gesammelte Wasser problemlos als Wasserdampf wieder auf Grund der Sonnenerwärmung austreten kann.
Bereits im Herbst findet dieser automatische Austrocknungsprozess nicht oder nicht ausreichend statt.
Restfeuchte verbleibt insbesondere im Stein. Dieses führt bei Frosttemperaturen zu einer Vereisung dieser Wasserdepots im Stein.
Gefriert Wasser dehnt es sich aus und wenn es keinen Raum zur Vergrö
ßerung des Wasservolumens hat, entwickelt der Gefriervorgang eine Absprengwirkung der umliegenden Steinsubstanz.
Handelt es sich um vorübergehenden leichten Frost, wird nur die unmittelbare Umgebungsstruktur der Wasserdepots zerstört und zerbröselt.
Es entstehen dadurch größere Wassersammelstellen, die bei nächstem Frost, problemlos größere Kräfte und Absprengungen entfalten können.
Selbiges kann man auch bei hoher Durchfeuchtung und anhaltendem Frost sofort bei der Mühlen -Klinkeraußenhaut feststellen.
Entweder reißt der Stein, er setzt sich von der Fuge ab oder aber die Sprengungswirkung führt zur Abspaltung der Steinoberfläche mit der Folge, dass die hochgebrannte und größtenteils wasserabweisende Außenhaut zerstört wird.
Die natürliche Außenhaut des Klinkers ist unwiederbringlich zerstört.  

Reparatur oder Wiederherstellung 
1. Die eigentliche Steinerosion ist im Prinzip nicht aufhaltbar.
Durch die Freilegung der Kapillaren, durch das Fehlen der Außenschale wird die Kapillarstruktur des Klinkers immer weiter durch den gleichen Vorgang tiefer und breitflächiger zerstört. Die stets im Herbst und Winter verbleibende Feuchtigkeit führt ggf. zur gänzlichen Zerbröselung des Klinkers.
Ein Austausch der geschädigten Klinker wird dann unweigerlich erforderlich, um die statische Substanz der Außenschale zu erhalten. 

2. Es gibt die Möglichkeit diesen Prozess zu verlangsamen. Prophylaktisch kann der Klinker zu einem Zeitpunkt nur geschützt werden, wenn die Außenschale im Wesentlichen erhalten und allenfalls der Klinker mit Haarrissen durchzogen ist.
Der Klinker kann zusammen mit der Fuge hydrophobiert werden.
Eine hydrophobierte Behandlung eines Klinkers hat die Wirkung eines vorübergehenden Schutzmantels.
Vorübergehend deswegen, da auch die sachgerechte Aufbringung von hydrophobem Material mit der Zeit von der Witterung auch wieder abgetragen wird und sodann die Kapillaren offen der Witterung ausgesetzt werden.
Bis dahin sorgt die sorgfältige und lückenlose Aufbringung des hydrophoben Materials dafür, dass weitestgehend ein Feuchtigkeitsschutz besteht und Regenwasser nicht ungehindert in die offenen Kapillaren eindringen kann.
Dies gilt jedoch nur dann, wenn die Risse in der Fuge und dem Klinker nicht größer als 1 mm sind, da das hydrophobe Material nicht größere Rissbreiten flexibel überbrücken kann.  

Wegen der starken Bewitterung eines Mühlenstumpfes muss spätestens alle 5 Jahre diese Prozedur wiederholt werden, um die oben bezeichnete Wirkung der Wasserabweisung zu erreichen.

3. Einschlämmen des Klinkers mit transparenter dauerelastischer Haut

Soweit der Stein vorgeschädigt ist, dergestalt, dass die hydrophobe Behandlung des Steines nicht mehr technisch sinnvoll ist, können der Stein und die Fuge mit einer transparenten Schlämme behandelt werden.
Eine Vorbehandlung in Form einer Entsalzung ist wichtig, um eine homogene Verbindung zwischen Schlämme und Stein herbei zu führen.
Der Auftrag der Schlämme muss sorgfältig, flächendeckend und besonders lückenfrei erfolgen, da soweit ersichtlich dieses Material nicht atmungsaktiv wie das hydrophobe Material ist, sondern eine geschlossene Schicht darstellt, die die vorhandene Feuchtigkeit nicht durch Sonnenausstrahlung ausdiffundieren lässt.
Die Feuchtigkeit kann und muss ausschließlich nach innen durch Kondenstrockner abgefangen werden, damit Restfeuchte sich nicht hinter der Schlämme sammelt und die Schicht durch Dampfdruck anhebt und punktuell aufbläht, oder durch Frosteinwirkung abgesprengt wird.
Selbiges würde passieren, wenn die Beschichtung lückenhaft ausgeführt wird.
Die unangenehme Seite ist, dass die „Sanierung“ nicht für die Ewigkeit hält und vor allem das diese Art der Sanierung zu einem unnatürlichen Glanz des Klinkers führt. 

4. Putz als 2. Haut

Ein weiterer Weg der Eindämmung der Erosion ist die sachgerechte Ummantelung des Mühlenstumpfes mit armiertem Putz. Die Säuberung des Mauerwerks und die Entsalzung ist sicherlich auch hier Voraussetzung für einen Erfolg.
Unabhängig davon, dass das Aussehen der Mühle sich extrem verändert, ist diese Sanierung gerade in Hinblick auf Haltbarkeit, dem Wechsel der Witterung und einem guten Schutz der tragenden Substanz neben dem stetigem Auswechseln von zerstörten Klinkern die sicherste Form der Sanierung, da die 2. Haut einen Puffer für alle „Angriffe“ auf dem Klinker darstellt.
Einziges Problem dürfte die Veralgung oder Vermosung der Putzfläche sein, die aber durch regelmäßigen Auftrag durch hydrophobes Material verhindert werden kann.  

5. Verschieferungen

Gleichwertig dürfte allenfalls die Verschieferung oder die Einkleidung mit Zinkblechen sein.
Damit wird allerdings ein neues architektonisches Bauwerk geschaffen, welches vielleicht dem Denkmalschutz ggf. nicht gefallen wird.
Dieser muss allerdings sich klar vor Augen führen, ob er das Gebäude grundsätzlich erhalten will oder nicht. Dann müssten auch die Schutzmaßnahmen flexibel gestaltet werden können.  

6. Was ist rechtlich zu beachten

Vergeben Sie Aufträge stets mit einer bestimmten Zielsetzung. Z.B.:

„Die Sanierung muss für den Mühlenstumpf einen bleibenden Schutz gegen Feuchtigkeit bilden. AN haftet für diese Funktion des Mühlenmantels.“

Soweit Sie sich auf eine bestimmte Art der Sanierung einlassen, müssen Sie bei verbleibenden Schäden nachweisen, dass die Beratung durch den Unternehmer unzureichend war, was manchmal sehr schwer sein dürfte.
Bei der funktionalen-also Zielbeschreibung trägt der Unternehmer das Risiko der sachgerechten Sanierung.  

Köln, den 25.05.2017
Rechtsanwalt Dipl.-Ing. Axel Meyer
Geschäftsführender Gesellschafter
der RA Meyer~ Giesen GbR, Köln  
 


 

 Werkstattgespräch Wassermühlen 2017

Die EnergieAgentur NRW (Netzwerk Wasserkraft) bietet in Zusammenarbeit mit der "Mühlenregion Rheinland" des Landschaftsverbandes Rheinland und dem Rheinischen Mühlen-Dokumentationszentrum e. V. eine zweitägige Veranstaltung an zum Thema "Wasserkraftnutzung an historischen Mühlenanlagen. Es soll ein regionaler fachlicher Gedankenaustausch sein, der eine Besichtigungstour zu ausgewählten Wasserkraftanlagen im Bergischen Land (von Köln aus, 27.04.) umfasst sowie eine Vortragsveranstaltung am 28.04. in Haus Düsse in Sassendorf. Die Teilnahme ist kostenfrei, Übernachtung und Frühstück sind aber selbst zu finanzieren. Einzelheiten sind dem Flyer Werkstattgespräch zu entnehmen.

  Flyer Werkstattgespräch

 

 

   Jahrestagung 2017 des RMV in Hamminkeln-Dingden

       -   Mitgliederversammlung in Hamminkeln
       -   Mühlenverband sucht Archivräume
       -   Standort in Geldern nicht zu nutzen
 

Von MICHAEL SCHOLTEN

Im nächsten Jahr wird die Herrlichkeitsmühle in Issum 250 Jahre alt. Grund genug für den Rheinischen Mühlenverband, seine Mitgliederversammlung am 3. März 2018 in Issum auszurichten. Dann feiert auch der Verband sein 25-jähriges Bestehen, der 1993 mit dem Ziel gegründet wurde, die Wind- und Wassermühlen in der Region zu erhalten und zu erforschen. Die jüngste Versammlung fand jetzt im Gasthof Küpper in Hamminkeln-Dingden statt.

Gastgeber war Mühlenbesitzer Ulrich Knorth, der die Gäste später auch durch seine Industriemühle in Wertherbruch führte. Knorth wurde außerdem zum Kassenprüfer gewählt. Er komplettiert das Team um den 1. Vorsitzenden Reinhold Pillich, der bei den Vorstandswahlen einstimmig in seinem Amt bestätigt wurde. Hamminkelns Bürgermeister Bernd Romanski hob in seinen Grußworten den historischen und touristischen Wert der Mühlen in Hamminkeln und seinen Ortsteilen hervor.

Auf großes Interesse stieß der Fachvortrag des Diplom-Ingenieurs und Rechtsanwalts Axel Meyer über die Anfälligkeit des Mauerwerks vieler Mühlen. Durch die konische Bauform und die künstlich angeschütteten Mühlenberge sei es oft eine Herausforderung, den unteren Bereich vor Feuchtigkeit zu schützen, zumal denkmalpflegerische Auflagen des Landeskonservators erforderliche Umbauten erschweren. Mühlenexperte Paul Wissing veranschaulichte am Beispiel der Reeser Scholten-Mühle, wie sich mitunter Kompromisslösungen finden lassen, die den Verfall des Mauerwerks stoppen können.

Referent Axel Meyer will seinen Beitrag schon in naher Zukunft auf der Internetseite unter www.rheinischer-muehlenverband.de bereitstellen.

Der 1. Vorsitzende Reinhold Pillich bat die Mitglieder, Vorschläge für einen neuen Standort des verbandseigenen Mühlenarchivs einzureichen. Nachdem die bisherigen Räume in Geldern nicht mehr genutzt werden können, fehlt es dem Rheinischen Mühlenverband an einem 15 bis 20 Quadratmeter großen Raum, der trocken und frostfrei sein muss und im Idealfall über einen eigenen Zugang verfügt. "Wir brauchen eine zentrale Anlaufstelle", betonte Geschäftsführer Lothar Esser und bat die Mitglieder, in ihren Gemeinden zu ermitteln, ob dort ein Archivraum "kostenneutral oder kostenschonend" zu bekommen sei. 

Lothar Esser überraschte die Versammlung mit der Nachricht, dass sein Wohnort Wegberg nun offiziell zur "Mühlenstadt Wegberg" ernannt worden sei. Das Ministerium für Inneres und Kommunales des Landes Nordrhein-Westfalen (MIK NRW) habe den entsprechenden Antrag bewilligt. Inzwischen verwende die Gemeinde Wegberg nur noch neues Briefpapier, in dessen Logo ein markantes Mühlenrad zu sehen sei.

 


Der 1. Vorsitzende Reinhold Pillich (links), und Geschäftsführer Lothar Esser präsentierten das Plakat für den Deutschen Mühlentag am Pfingstmontag, 5. Juni.

(Foto: Rheinischer Mühlenverband)

Quelle: RP, 14.03.2017; mit freundlicher Genehmigung der Rheinische Post Verlagsgesellschaft mbH, Redaktion Emmerich. 

 

      Jahreshauptversammlung  

HAMMINKELN Der Rheinische Mühlenverband trifft sich am Samstag, 4. März, zur Jahreshauptversammlung im Gasthof Küpper, Weberstraße 21, in Dingden. Um 11 Uhr begrüßen der Vorsitzende Reinhold Pillich und Hamminkelns Bürgermeister Bernd Romanski mehr als 50 Mühlenbesitzer und Mühlenführer. Gegen 14 Uhr haben die Gäste aus dem gesamten Rheinland dann die Wahl zwischen 2 Führungen.

Führung Nr. 1 durch die 1903 erbaute Industriemühle in Wertherbruch, die Ulrich und Antje Knorth in mehreren Jahren renoviert und ausgebaut haben.

Führung Nr. 2 eine Besichtigung der spätgotischen Wertherbrucher Kirche Der Rheinische Mühlenverband wurde 1993 mit dem Ziel gegründet, die Wind- und Wassermühlen in der Region zu erhalten und zu erforschen. Aktuell zählt der Verband circa 145 Mitglieder.

 

    

  Bericht aus dem Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Mühlenkunde und Mühlenerhaltung (DGM)

Auf der Jahresauftaktveranstaltung des Vorstandes der Deutschen Gesellschaft für Mühlenkunde und Mühlenerhaltung (DGM) am 20./21. Januar 2017 in Petershagen-Frille hat unser Vorsitzender Reinhold Pillich als Mitglied im Vorstand der DGM die Interessen unseres Landesverbandes erfolgreich vertreten.

Danach ist der Beschluss der DGM-Jahrestagung vom 03.-05. Juni 2016 in Bad Salzungen in Hessen über die Erhebung einer Teilnahmegebühr am Deutschen Mühlentag für alle teilnehmenden Mühlen erst einmal zurück genommen worden.

Bereits auf der Jahrestagung 2016 in Hessen hatte unser Vorsitzender sich gegen die Erhebung einer solchen Teilnahmegebühr am Deutschen Mühlentag von mindestens 5 € je teilnehmender Mühle ausgesprochen. Der Vorstand und anschließend das Plenum hatten aber anders votiert.

In der Zwischenzeit haben sich aber mehrere Landesverbände der ablehnenden Haltung angeschlossen, so dass auf der Vorstandssitzung am 21.01.2017 eine andere Beschlusslage herbeigeführt werden konnte, die aber noch auf der nächsten Tagung der DGM vom 23. bis 25. Juni in Hamburg zu bestätigen sein wird. Bis dahin soll an alternativen Lösungsansätzen gearbeitet werden. Für den Mühlentag 2017 bedeutet das aber eindeutig, dass keine Teilnahmegebühr erhoben wird.

Außerdem sind die Mühlen, die nicht einem Landesverband angehören, dennoch über die DGM am Deutschen Mühlentag mit versichert, wenn sie über den Landesverband gemeldet werden. Die Anmeldung beim RMV muss per Formular erfolgen.

Die Plakate für den Mühlentag 2017 sind fertig und können beim RMV oder den Vorstandsmitgliedern abgeholt oder angefordert werden. Außerdem liegen sie zur Mitnahme auf unserer Jahrestagung am 04.03.2017, zu der noch separat eingeladen wird, bereit.

Der DGM-Vorstand hat ebenfalls eine neue Internet-Seite beschlossen, die im neuen Design und anspruchsvoller Gestaltung unter www.muehlen-dgm.de ab sofort freigeschaltet ist.

Wir würden uns freuen, Sie auf unserer diesjährigen Mitgliederversammlung am 04.03.2017 in Hamminkeln-Wertherbruch begrüßen zu dürfen und wünschen bis dahin ein gute Zeit.

Glück zu!

Der Vorstand

Lothar Esser

Geschäftsführer

 

  

    Der Rheinische Mühlenverband e. V. sucht neue Räume

Zur Unterbringung unseres Mühlenarchivs und der Bestände für Mühlenausstellungen suchen wir einen oder mehrere Räume. Benötigt werden ca. 20-30 m², in denen die Artikel trocken und frostfrei lagern können. Sollte die Möglichkeit bestehen, die Räumlichkeit unseren Mühlenfreunden und Interessierten zugänglich zu machen, hätten wir einen neuen Anlaufpunkt, den wir wie früher anbieten könnten.

Wer kostenfrei Räume anzubieten hat, kann sich gern mit den Mitgliedern des Vorstandes oder der Geschäftsstelle in Verbindung setzen.

 

 

 

      Ältere Artikel als PDF-Datei:

  2016  Zum Jahresende 16

  2016 Trauungen Eltener Mühle

  2016 Mühlenthema Dülkener Schule

  2016  Bundestagsabgeordneter beim RMV

 2016  Mühlentag im Rheinland

  2016  Scholten-Mühle online

  2016  Segeltuch-Verkauf Vehlingen

  2015  Mühlenhandwerk Niederlande UNESCO-Antrag

  2015  Kalkarer Mühle in Kasachstan

►  2015  DGM-Jahrestagung Wegberg

►   2015  Nachruf Dr. Hans Vogt

  2015  Mühlenbroschüre Wegberg - Leudal

    2014  Neue Windmüller in Kalkar

     2013  Mühlenausstellung in Wegberg

    2013  Mühlenausstellung in Wildenrath

    2012  Neuauflage "Kleine Mühlenkunde"

    2012  Floriade in Venlo